Praxis für Naturheilverfahren und Sportheilkunde

Bandscheibenvorfall - ganzheitlich betrachten & behandeln

Liegt ein stechendender Schmerz im Rücken vor, könnte dies auf einen Bandscheibenvorfall hindeuten. Auch Ausstrahlungen in die Arme und Beine sowie ein vermehrtes Kribbeln oder Taubheitsgefühl sind möglich.

Wie sich ein Bandscheibenvorfall äußert, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern ist abhängig von seiner Lokalisation. Die menschliche Wirbelsäule setzt sich aus insgesamt 33 bis 34 Wirbelkörpern zusammen. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern befindet sich jeweils eine Bandscheibe. Hierbei handelt es sich um knorpelhaltiges Gewebe, welches wie eine Art Stoßdämpfer fungiert und Bewegungen innerhalb der Wirbelsäule ausgleicht.

Wird die Bandscheibe zunehmend beispielsweise aufgrund falscher Belastungen geschädigt, kann deren Inhalt – ein gallertartiger Kern – nach außen treten und auf das umliegende Nervengewebe drücken. Dies verursacht starke Schmerzen. Zudem sind, wie bereits erwähnt, auch neurologische Beschwerden (u.a. Kribbel- oder Taubheitsgefühle sowie Lähmungserscheinungen) möglich. Um schmerzhafte Bewegungen zu verhindern, verkrampfen die umliegenden Muskeln in vielen Fällen. Das verursacht zusätzliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Wo die Beschwerden genau auftreten, hängt davon ab, welche Bandscheibe betroffen ist.

Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall Halswirbelsäule (HWS)

Die Halswirbelsäule besteht aus den obersten sieben Wirbelkörpern der Wirbelsäule und weist von allen Abschnitten die größte Beweglichkeit auf. Sie kann sich sowohl nach vorne und hinten als auch zu den Seiten neigen oder rotieren. Ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule wird begünstigt, wenn Wirbelkörper und Bandscheiben einem vermehrten Verschleiß ausgesetzt sind.

Die Ursache dafür liegt meist in einer Fehlhaltung der Brustwirbelsäule – dem Rundrücken. Weitere Informationen zu diesem Beschwerdebild erhalten Sie hier.

Anmerkung: Eine Ursache, die Bandscheibenvorfälle in allen Bereichen der Wirbelsäule begünstigen kann, ist die Skoliose. Dabei handelt es sich um eine seitliche Biegung der Wirbelsäule, die durch langanhaltende einseitige Fehlbelastung entsteht. Sie kann auch genetische Ursachen haben – zum Beispiel ein asymmetrisches Wachstum der Wirbelkörper. Die seitliche Krümmung der Wirbelsäule führt zu einem vermehrten einseitigen Druck auf Wirbelkörper und Bandscheiben. Das begünstigt Verschleiß und kann mit zur Entstehung eines Bandscheibenvorfalls beitragen.

Da aus der Halswirbelsäule die Nerven der Arme entspringen, kommt es bei einem Bandscheibenvorfall der HWS typischerweise auch zu Missempfindungen oder Lähmungserscheinungen in den Armen.

Bandscheibenvorfall Brustwirbelsäule (BWS)

Die Brustwirbelsäule setzt sich aus zwölf Wirbelkörpern zusammen, die sich zwischen der Hals- und Lendenwirbelsäule befinden. Sie ist vor allem für Rotationsbewegungen des Rumpfes verantwortlich. Der Rundrücken, der oft ursächlich für einen Bandscheibenvorfall im Bereich der HWS ist, kann auch einen Bandscheibenvorfall der BWS begünstigen.

Die aus der Brustwirbelsäule entspringenden Nerven versorgen die inneren Organe. Deshalb kommt es bei einem Bandscheibenvorfalle der BWS in der Regel zu keinen Missempfindungen oder Lähmungserscheinungen der Extremitäten. Diese treten nur dann auf, wenn der Bandscheibenvorfall am Übergang zwischen Brustwirbel- und Halswirbel- oder Lendenwirbelsäule lokalisiert ist.

Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule (LWS)

Die Lendenwirbelsäule besteht aus den untersten fünf Wirbelkörpern der Wirbelsäule und ist mit rund 90 Prozent die häufigste Lokalisation des Bandscheibenvorfalls. Da aus der Lendenwirbelsäule die Beinnerven entspringen, kommt es bei einem Bandscheibenvorfall der LWS typischerweise zu Schmerzen und Missempfindungen in den Beinen. Auch hier liegt die Ursache meistens in einer vermehrten Abnutzung der Wirbelkörper und Bandscheiben. Dafür verantwortlich ist häufig eine permanente Fehlbelastung wie beispielsweise eine Hohlkreuz-Stellung. Weitere Informationen zu diesem Beschwerdebild erhalten Sie hier.

Des Weiteren kann auch eine unzureichende Beckenstabilität die Entstehung eines Bandscheibenvorfalls im Bereich der LWS begünstigen: Fehlt es dem Becken an Stabilität, kippt es bei jedem Schritt zur Seite. Das führt dazu, dass auch die Lendenwirbelsäule bei jedem Schritt zur Seite geneigt wird, wodurch es wiederum zu einem vermehrten Verschleiß der Wirbelkörper und Bandscheiben kommt. Die Ursache für eine unzureichende Beckenstabilität liegt in abgeschwächten Muskeln im Bereich des Rumpfes und Beckens.

Bandscheibenvorfall - Ursachen

Der Entstehung eines Bandscheibenvorfalls liegt meistens eine Funktionsstörung der Muskulatur zugrunde, die zu einer Fehlhaltung der Wirbelsäule führt – häufig verursacht durch langes Sitzen, einseitige Belastung oder allgemeinen Bewegungsmangel.

Sind einzelne Muskeln zu schwach, können sie ihre stabilisierende Funktion nicht mehr ausüben. Das führt zu einem muskulären Ungleichgewicht. Die Gegenspieler der schwachen Muskeln verkürzen und üben einen stärkeren Zug auf den Bewegungsapparat aus. Dieser vermehrte Zug kann Fehlhaltungen der Wirbelsäule verursachen – zum Beispiel ein Hohlkreuz oder einen Rundrücken.

Eine Fehlhaltung der Wirbelsäule hat zur Folge, dass die Bandscheiben im betroffenen Bereich einem einseitigen Druck ausgesetzt sind. Folglich: Sie werden überlastet, was die Entstehung eines Bandscheibenvorfalls begünstigt. Kommt es jetzt zu einer ruckartigen Fehlbelastung, beispielsweise durch falsches oder einseitiges Heben, tritt der Bandscheibenvorfall auf.

Ein Bandscheibenvorfall kann auch infolge eines Unfalls entstehen. Weitere begünstigende Faktoren sind Übergewicht oder eine abgeschwächte Rumpfmuskulatur, die ihre stabilisierende Funktion nicht mehr richtig erfüllen kann.

Bandscheibenvorfall - behandeln & nachhaltig lindern

Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls hängt in erster Linie von seiner Lokalisation ab und kann ganz unterschiedlich erfolgen. Im Vordergrund steht zunächst die Entlastung der betroffenen Strukturen.

Langfristig ist es jedoch wichtig, die zugrundeliegenden Ursachen für einen Bandscheibenvorfall – häufig ein muskuläres Ungleichgewicht, eine Fehlhaltung oder ein ungünstiges Bewegungsmuster – nach Möglichkeit zu beheben.

In meiner Praxis habe ich hierzu – neben alternativen Therapieverfahren die zur Schmerzlinderung dienen, wie beispielsweise die von mir angebotene Akupunktur oder Neuraltherapie - basierend auf meiner langjährigen Erfahrung als Heilpraktiker und Fitnesstrainer ein ganzheitliches Bewegungskonzept entwickelt.

Nur zur Verdeutlichung, die Akupunktur wird von der WHO anerkannt, die Neuraltherapie dagegen nicht, obwohl sie auch von vielen Ärzten betrieben wird.

Dieses ist so konzipiert, dass wir im ersten Schritt auf der Basis einer individuellen Gesundheits- und Bewegungsanalyse die Ursachen für Ihren Bandscheibenvorfall genauer betrachten.

Nachfolgend erstelle ich für Sie Ihren persönlichen Bewegungsplan. Dieser enthält zum Beispiel ganz spezifische, auf Sie zugeschnittene Übungen, mit denen nicht nur verspannte Muskeln gedehnt, sondern zu schwache Muskeln auch gezielt gekräftigt werden. Somit stellen wir vielfach das muskuläre Gleichgewicht wieder her.

Ganz wichtig: Oft tragen Gewohnheiten oder ungünstige Bewegungsmuster zur Entstehung eines Bandscheibenvorfalls bei. Diese identifizieren wir gemeinsam und ersetzten sie durch funktionell und physiologisch korrekte Bewegungsabläufe. Nur so können wir langfristig sicherstellen, dass kein weiterer Bandscheibenvorfall begünstigt wird.

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Weitere Informationen hierzu finden Sie auch unter gesundheitscoach-stein.de

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