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27242198 mDer Darm stellt unser größtes Immunorgan im menschlichen Körper dar. 80% unserer Immunzellen sind hier angesiedelt. Er weist bei einer erwachsenen Person eine Länge von bis zu acht Meter auf und hat mit ca. 300 Quadratmetern die Fläche eines Wohnhauses. Im Laufe eines 75-jährigen Lebens reisen etwa 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit durch den Darm - mit ihnen zahllose Krankheitserreger und Giftstoffe. Einerseits muss er dem Körper verwertbare Nahrungsbestandteile zur Verfügung stellen, ihn andererseits vor unnützen und schädlichen Stoffen bewahren. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die für die Gesundheit des Menschen von entscheidender Bedeutung ist.

Während der Schwangerschaft ist der menschliche Magen-Darm-Trakt eines Fötus noch vollständig steril - mit der Geburt allerdings beginnt seine Besiedelung mit Mikroorganismen. Nach und nach etabliert sich in weiterer Folge die Darmflora; ein komplexes Ökosystem mit einer Vielzahl von "Bewohnern". So befinden sich im Darm mehr als 400 verschiedene Bakterienarten. Man schätzt, dass die Gesamtzahl der Darmbakterien, die unsere Darmflora ausmachen, zehnmal so hoch ist wie die Zahl unserer Körperzellen. Insgesamt beherbergt der Darm eines gesunden Erwachsenen etwa 1,5 Kilogramm Bakterien. Diese Milliarden unterschiedlicher Mikroorganismen leben in enger Symbiose mit uns und leisten wertvolle Dienste für unsere Gesundheit.

So verhindern Sie z. B. dass sich Krankheitserreger im Darm ausbreiten können und reduzieren somit Infektionen. Außerdem verstoffwechseln sie Tag für Tag die von uns aufgenommene Nahrung und sorgen dafür, dass unser Körper ausreichend mit Energie versorgt wird. Des Weiteren bilden Sie das für die Blutgerinnung so wichtige Vitamin K - um nur einige ihrer Funktionen zu nennen.

Dieses sehr komplexe Ökosystem ist normalerweise relativ stabil. Allerdings gibt es verschiedene Faktoren, die die Zusammensetzung dieser "Lebensgemeinschaft" beeinflussen können.

Einer der Hauptfaktoren heutzutage ist die ungesunde oder mangelhafte Ernährung. Zu viel Zucker und ein zu hoher Verzehr an tierischem Eiweiß, bei einer ballaststoffarmen Nahrung sind meist die gröbsten Ernährungsfehler. Der Darm wird dadurch belastet was nach und nach zu einer Zerstörung der Darmflora führt. Der Weg für schädliche Keime ist damit frei und Gärung und Fäulnis im Darm sind die Folgen die sich auf unangenehme Art und Weise äußern.

Aber auch Stress und Medikamente können den Körper belasten. Gerade in der medikamentösen Behandlung mit Antibiotika kann es zu Veränderungen der Darmflora kommen. Antibiotika hemmt in erster Linie das Wachstum der Bakterien oder zerstört diese fast ganz - egal ob ein Mikroorganismus gefährlich ist oder nicht.

Zu den ersten Anzeichen für eine gestörte Darmflora gehören Blähungen, Durchfälle, Verstopfung, Darmkrämpfe oder Koliken, sowie übel riechender Stuhl.

Wird auf diese Symptome nicht adäquat reagiert, kann es zunächst u. a. zu Reaktionen auf Nahrungsmittel kommen, wie Nahrungsmittelallergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Histaminintoleranz, usw. Langfristig können sich daraus aber auch schwerwiegende Erkrankungen, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa entwickeln.

Bei einer Darmerkrankung steht die "Gesundheits-Uhr" daher immer auf 5 vor Zwölf!

Nicht nur aus diesem Grund ist es sinnvoll bei jeder Art von Störung der normalen Darmfunktion, zum einen die Ernährung überprüfen zu lassen, zum anderen die Darmflora aufzubauen und im Idealfall eine Darmsanierung vorzunehmen.

Ein gepflegter Darm - in Verbindung mit einer optimalen Besiedelung der Darmschleimhäute - sorgt für ein intaktes Darmsystem und stellt die wichtigsten Voraussetzungen für den Erhalt oder für die Wiederherstellung der Gesundheit dar.

Diese Vorstellungen zum Krankheitsgeschehen sind Kernthema der Naturheilkunde und werden von der Schulmedizin nur zum Teil vertreten.

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